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Leader Projekt

Ausgangslage:

Unternehmen setzen sich mit der nachhaltigen Wirkung ihrer Tätigkeit auf Stakeholder, Gesellschaft und Umwelt im Allgemeinen nicht auseinander. Einseitige Messkriterien für ökonomischen Erfolg behindern das Betrachten komplexer Zusammenhänge. Einerseits werden damit beherrschbare Risiken übersehen und nutzbare Chancen vertan. Andererseits ist in Zeiten von Klimakrise und globaler Ungerechtigkeit Pflicht wie auch Bestreben von Unternehmen aus aufstrebenden Regionen wie der unseren, zum lokalen und globalen Gemeinwohl beizutragen.  


Steps

1

Projektziel

• eine branchenübergreifenden Teilnehmergruppe bilden und gemeinsam das Instrument „Gemeinwohlbilanz“ kennenlernen
• die Gemeinwohl-Wirkung des eigenen Unternehmens oder Organisation damit erfassen und bewerten
• analysieren, sich austauschen, diskutieren und Ziele erarbeiten in der Gruppe
• Gemeinwohlbericht und Gemeinwohlbilanz erstellen und einer Peer-Evaluierung und einem externen Audit unterziehen
• den Gemeinwohlbericht in der Unternehmenskommunikation einsetzen 

2

Projektwirkung

• die teilnehmenden Unternehmen/Organisationen erhalten eine Anleitung, den gesellschaftlichen Wert ihrer Tätigkeit zu prüfen.
• es werden regionale Kooperationen zum Erfahrungsaustausch und zur gemeinsamen Lösungsentwicklung aufgebaut
• die Gemeinwohlbilanz erhöht die Attraktivität der Unternehmen gegenüber Kunden und Bewerbern und beeinflusst die Entscheidungen     insbesondere öffentlicher Auftraggeber
• es werden Beiträge zur wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Entwicklung der Region geleistet
• sowohl unmittelbare Stakeholder als auch das weiterreichende Umfeld der Unternehmen werden dabei miteinbezogen
• dadurch reduzieren sich die externen Kosten, die bislang auf z.B. die Umwelt abgewälzt werden
• diese Wirkungen und Leistungen für das Gemeinwohl dienen als Vorbild für die gesamte Region

3

Herangehensweise

• moderierte Workshops
• parallele Dokumentation des Gemeinwohlberichts
• Peer-Evaluierung (Eigenbewertung in der Gruppe)
• externes Audit
• Öffentlichtkeitsarbeit in Web und Social Media
• PR-Maßnahmen in Printmedien
• diverse Drucksachen für die Öffentlichkeitsarbeit



Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at.

Timeline

Zeitplan der Termine für die gemeinsame Bilanzierung

29. Jänner 2019
WKO Kufstein

Erster Workshop im Projekt

Auf Einladung und Engagement von Birgit Pristauz, Bichlbäck, fand sich die Projektgruppe, bestehend aus 9 Unternehmen, zum ersten Workshop zusammen. Ziel:
• Wir erstellen den Gemeinwohlbericht
• Im Mittelpunkt stehen die Werte der Gemeinwohlökonomie Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, Ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung mit ihren Inhalten und Wirkungen in den Beziehungen zu Lieferant*innen, Eigentümer*innen, Finanzpartner*innen, Mitarbeitenden, Kund*innen, Mitunternehmer*innen und dem gesellschaftlichen Umfeld.

Besprechung der bisherigen oder ersten Erfahrungen beim Auseinandersetzen mit den Gemeinwohl-Themen, Beantwortung von Fragen, Besprechung Vorstellen der Ergebnisse zu Menschenwürde in der Zulieferkette: Was wissen wir über die Einhaltung der Menschenwürde bei unseren Lieferant*innen (z.B. Qualität der Arbeitsplätze), speziell bei unseren größten Lieferant*innen? Solidarität und Gerechtigkeit in der Zulieferkette? Wie weit reicht unser direkter und indirekter Einfluss in der Zulieferkette auf die Gestaltung eines fairen und solidarischen Umgangs der Beteiligten miteinander? Ökologische Nachhaltigkeit in der Zulieferkette? Was wissen wir über die Umweltauswirkungen in unserer Zulieferkette, insbesondere bei den größten Lieferant*innen bzw. jenen Produkten und Dienstleistungen, die mit hohen Umweltrisiken einhergehen?

Während des Workshops wurden die Themen gemeinsam diskutiert und Lösungsansätze entwickelt.

25. Februar 2019
Stadtwerke Kufstein

Zweiter Workshop im Projekt

Fortsetzen des Erfahrungsaustausches, Besprechen der Bearbeitung und des internen Einbeziehens weiterer Führungskräfte und Mitarbeitenden, Rückblick auf die Inhalte des ersten Workshops, Diskussion auftretender Fragen, Vorstellen der Ergebnisse zum Thema Lieferant*innen.

Einstieg ins Thema ethisches Finanzmanagement, Eigentümer*innen:
Ethische Haltung im Umgang mit Geldmitteln; Wie stellen wir eine ausreichende Ausstattung mit Eigenmitteln sicher? Soziale Haltung im Umgang mit Geldmitteln; Welche Bedeutung haben unsere Ausgaben als Einkommen für unsere Berührungsgruppen? Sozial-ökologische Investitionen und Mittelverwendung; Welche sozial-ökologischen Folgewirkungen ziehen wir bei Investitionen in Sach- und Finanzanlagen in Betracht? Eigentum und Mitentscheidung; Wie können wir die gelebte Gemeinschaft in unserem Unternehmen beschreiben?

Während des Workshops wurden die Themen gemeinsam diskutiert und Lösungsansätze entwickelt.

21. März 2019
Pichler Ebbs

Dritter Workshop im Projekt

Fortsetzen des Erfahrungsaustausches, Besprechen der Bearbeitung und des internen Einbeziehens weiterer Führungskräfte und Mitarbeitenden, Rückblick auf die Inhalte des ersten Workshops, Diskussion auftretender Fragen, Vorstellen der Ergebnisse zum Thema ethisches Finanzmangement.

Einstieg ins Thema Mitarbeitende:
Menschenwürde am Arbeitsplatz; Was bedeutet Menschenwürde im Arbeitsleben für unser Unternehmen, und wie können wir für mehr Menschlichkeit im Unternehmen sorgen? Ausgestaltung der Arbeitsverträge; Wie können unsere Arbeitsverträge an individuelle Bedürfnisse angepasst und gleichzeitig solidarisch und gerecht gestaltet werden? Ökologisches Verhalten der Mitarbeitenden; Welche Maßnahmen setzen wir, um ökologisch nachhaltige Handlungsweisen der Mitarbeitenden zu fördern? Innerbetriebliche Mitentscheidung und Transparenz; Wie leben wir Transparenz und Partizipation in unserem Unternehmen?

Während des Workshops wurden die Themen gemeinsam diskutiert und Lösungsansätze entwickelt.

8. April 2019
TVB Ellmau

Zwischentreffen

Auf Wunsch der Teilnehmer*innen wurde dieses Zwischentreffen eingeschoben.

Es diente der Vertiefung der bereits bearbeiteten Themen, der Berichtschreibung und der Unterstützung in der Erfassung der verpflichtenden Indikatoren.

In Kleingruppen wurden die Anliegen diskutiert und gemeinsam konnten Lösungsansätze entwickelt werden.

Zudem:
Sammlung der Projektwirkungen, Vertiefung über die Möglichkeit es Abschlusses – Einzelaudit, Gruppenaudit, Peer-Evaluierung;
Vorbereitung abschließender Öffentlichkeitsarbeit über das Projekt und Initiieren weiterführender Kooperationen.

7. Mai 2019
Stadtwerke Wörgl

Vierter Bilanzworkshop im Projekt

Fortsetzen des Erfahrungsaustausches, Besprechen der Bearbeitung und des internen Einbeziehens weiterer Führungskräfte und Mitarbeitenden, Rückblick auf die Inhalte des ersten Workshops, Diskussion auftretender Fragen, Vorstellen der Ergebnisse zum Thema Mitarbeiter*innen.

Einstieg ins Thema Kund*innen und Mitunternehmen: Ethische Kund*innenbeziehung. Was sind unsere Werte und Prinzipien gegenüber Kund*innen und wie setzen wir diese im Unternehmen um – von der Produktentwicklung über die Kund*innengewinnung bis zur Kund*innenpflege? Kooperation und Solidarität mit Mitunternehmen; Was zeichnet eine kooperative und solidarische Haltung gegenüber Mitunternehmen für uns aus? Ökologische Auswirkungen durch Nutzung und Entsorgung von Produkten und Dienstleistungen; Welche ökologischen Auswirkungen entstehen in Zusammenhang mit der Nutzung und Entsorgung unserer Produkte und Dienstleistungen durch unsere Kund*innen? Kund*innenmitwirkung und Produkttransparenz; Wie transparent sind wir gegenüber unseren Kund*innen und welche Mitsprachemöglichkeiten oder Mitentscheidungsrechte geben wir ihnen?

Während des Workshops wurden die Themen gemeinsam diskutiert und Lösungsansätze entwickelt.

Zudem:
Vertiefung über die Möglichkeit es Abschlusses – Einzelaudit, Gruppenaudit, Peer-Evaluierung.
Weiterarbeit in den Vorbereitungen zur abschließenden Öffentlichkeitsarbeit über das Projekt und Initiieren weiterführender Kooperationen.

23. Mai 2019
Stadtwerke Kufstein

Fünfter Bilanzworkshop im Projekt

Fortsetzen des Erfahrungsaustausches, Besprechen der Bearbeitung und des internen Einbeziehens weiterer Führungskräfte und Mitarbeitenden, Rückblick auf die Inhalte des ersten Workshops, Diskussion auftretender Fragen, Vorstellen der Ergebnisse zum Thema Kund*innen und Mitunternehmen.

Einstieg ins Thema Gesellschaftliches Umfeld:
Sinn und gesellschaftliche Wirkung der Produkte und Dienstleistungen; In welcher Form dienen unser Produkte/Dienstleistungen dem Grundbedarf, dem persönlichen Wachstum der Menschen, der Stärkung der Gemeinschaft oder der Regeneration der Erde? Beitrag zum Gemeinwesen; Wie stellen wir eine faire Balance zwischen dem, was wir für das Gemeinwesen leisten und dem, was wir daraus erhalten, her? Reduktion ökologischer Auswirkungen; Wie erkennen wir potenziell schädliche Umweltwirkungen und vermeiden diese? Transparenz und gesellschaftliche Mitentscheidung; Wie machen wir die Wirkungen unseres unternehmerischen Handelns sichtbar und wie ermöglichen wir Mitbestimmung aufgrund legitimer Interessen der gesellschaftlichen Berührungsgruppen?

Finalisierung der abschließenden Öffentlichkeitsarbeit über das Projekt und Initiieren weiterführender Kooperationen.

Während des Workshops wurden die Themen gemeinsam diskutiert und Lösungsansätze entwickelt.

26. Juni 2019

Sechster und letzter Bilanzworkshop im Projekt

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Addresse

Bichlbäck
Birgit Pristauz
Projektträger Region Kufstein
Kirchgasse 1
6342 Niederndorf

Kontakte

kontakt@gwoe-kufstein.at
Tel. +43 676 898 749 203